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Unternehmen werden in den USA oft viel höher bewertet als in Deutschland. Selbst im Bereich alternative Energien bestätigen sich diese Unterschied- obwohl Deutschland doch der Cleantech-Weltmeister ist.
In Amerika ist alles doppelt so groß - so lautet das Klischee. Und das trifft auch auf die Bewertung von Technologieunternehmen zu. Ob Software oder Hardware, irgendwie schaffen es die Amerikaner, mehr Fantasie oder vielleicht auch nur einen größeren Hype für ihre Unternehmen im Markt zu generieren.
So wurden im Jahr 2007 beispielsweise in Deutschland aktive Software-Unternehmen mit dem 1,3-fachen Ihres Umsatzes bewertet, US-amerikanische hingegen mit dem Faktor 2,7. Dieses Jahr dachte ich schon, es würde nun alles anders. Das Thema Cleantech ist in aller Investoren Munde und selbst die US-Presse gesteht uns zu, dass wir hier Weltmeister sind.
Wer ist hier überbewertet?
Dementsprechend groß ist die Nachfrage nach Aktien deutscher Firmen im Bereich alternativer Energien und Umwelttechnik. Manche sprechen bereits von einer Blase. Wenigstens hier sollten wir doch jetzt mit den Bewertungsmaßstäben der Amerikaner mithalten können?
Eine Nachricht über den Börsengang des Solarausstatters GT Solar in den USA hat mich aus dem Land der Träume zurückgeholt. Obwohl GT Solar nur etwa 40 Prozent des Umsatzes seines deutschen Wettbewerbers Centrotherm macht, ist die Firma an der US-Börse rund 40 Prozent mehr wert. Vergleicht man Äpfel mit Äpfeln, so gesteht man dem US-Unternehmen dreimal soviel Wert pro Umsatz-Euro zu wie dem deutschen.
Wer weiß, vielleicht sind die deutschen Solaraktien ja doch noch nicht so sehr überbewertet.
www.ftd.de/karriere_management/gruendung/:enable_Kolumne_Bewertung_XXL/393656.html?eid=349315&zid=34
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