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Friday
February 2, 2007
  Venture Capital-Panel - Results for 4th Quarter 2006: In the Last Quarter Young Hightech Companies Received A Plenty of Money (Text in German)
 

Fulminanter Endspurt

VDI nachrichten, München, 02.02.07, ps –

Der deutsche Wagniskapital-markt scheint sich wieder zu beleben. In den letzten Monaten des vergangenen Jahres haben die privaten und öffentlichen Fonds kräftig investiert, so das aktuelle Venture Capital Panel.

Wie im Vorquartal sind die 41 Panelteilnehmer von Oktober bis Dezember 76 Beteiligungen eingegangen, das investierte Kapital stieg kräftig von 58 Mio. € im 3. Quartal auf 137 Mio. €.

Dieser fulminante Endspurt sorgte dafür, dass auf Jahressicht die deutschen VCs mit insgesamt 476 Mio. € rund 14 % mehr Geld in junge Hightechs gepumpt haben als noch 2005.

Schaut man auf die Zahl der eingegangenen Beteiligungen, fällt die Jahresbilanz ebenfalls positiv aus: Nach 250 Investments im Jahre 2005 wurden 2006 insgesamt 332 Deals abgeschlossen.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten öffentliche Investoren wie vor allem der High-Tech Gründerfonds und die KfW Bankengruppe (ERP-Startfonds). Auf sie entfielen 2006 mehr als ein Viertel aller Beteiligungen.
Positiv wirkte sich dies vor allem auf die so genannten A-Runden aus, in denen einem Unternehmen erstmals Wachstumskapital zufließt. Im vergangenen Jahr wurden 127 Start-ups erstmals mit Venture Capital ausgestattet nach nur 35 in 2005.

Doch auch private VC-Gesellschaften sorgten im 4. Quartal für eine deutliche Belebung des Neugeschäfts und trugen insbesondere zu dem stark gestiegenen Investitionsvolumen bei.

Aktivste Gesellschaft war mit acht Beteiligungen und einem investierten Kapital von 15 Mio.€ Wellington Partners. Das meiste Kapital nahmen TVM Capital mit rund 27 Mio. € und First Ventury mit 25 Mio. € in die Hand. First Ventury investierte allein rund 20 Mio. € in ein europäisches Software-Unternehmen und sorgte damit für das größte Einzelinvestment einer Wagniskapitalgesellschaft in diesem Jahr.

Attraktivster Sektor war zum ersten Mal seit langer Zeit die Softwarebranche. Auf sie entfielen 16 Beteiligungen mit einem Volumen von 45 Mio. €.
Hinter der Softwareindustrie landete die Medizintechnik auf dem zweiten Platz. In 14 Beteiligungen flossen 31 Mio. €. Der Biotech-Sektor folgte mit 25 Mio. € und 15 Beteiligungen zum ersten Mal nur auf Platz drei.

Vor allem Jungunternehmer aus Bayern profitierten in den vergangenen Monaten von der Investitionslust der Finanzierer. 31% aller Beteiligungen entfielen auf den Freistaat. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Berlin mit 15% und Nordrhein-Westfalen mit 11% aller Beteiligungen. Bei jedem fünften Deal beteiligten sich deutsche Wagnisfinanzierer an ausländischen Technologiefirmen.
Der positive Trend beim Verkauf von Unternehmensbeteiligungen setzte sich auch im 4. Quartal fort: Insgesamt meldeten die Panelteilnehmer 28 Exits. Davon entfielen sieben auf den Verkauf von Beteiligungen an Industrieunternehmen (Trade Sales). In 15 Fällen wurden Firmenanteile im Zuge eines Börsengangs oder an bereits börsennotierten Beteiligungen veräußert.

Nachdem im 3. Quartal keine Totalausfälle gemeldet worden waren, stieg die Zahl der Abschreibungen im Schlussquartal auf fünf. Im Jahresdurchschnitt war jedoch nur etwa jeder zehnte Exit eine Abschreibung – auch dies ein Indiz dafür, dass sich die Portfolios der meisten Wagnisfinanzierer im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt haben.
PETER SCHWARZ



   


 
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