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Friday
July 29, 2005
  Venture Capital-Panel - Results for 2nd Quarter 2005: Poor Times for Start-ups (Text in German)
 

VDI nachrichten, München, 29. 7. 05 –
Geld für Hightech wird immer knapper: Die Neuinvestitionen sind auf einen historischen Tiefstwert gefallen. Zu diesem Ergebnis kommt das Venture Capital Panel für das 1. Quartal 2005, das die VDI nachrichten und die FHP Private Equity Consultants erstellen.

Die Investments der 40 befragten Finanzierer sind im 2. Quartal erheblich zurückgegangen. Sowohl beim investierten Kapital (75 Mio. €) als bei der Zahl der neuen Beteiligungen (52) wurden die niedrigsten Werte seit bestehen des VC-Panels verzeichnet. „Das Auslaufen einer kompletten Fondsgeneration und die noch immer schwierige Situation beim Fundraising spiegelt sich immer deutlicher in den Zahlen wieder. Die Mehrzahl der VCs ist derzeit darauf konzentriert track record und frische Mittel zu generieren“, kommentiert Götz Hoyer von FHP die aktuelle Entwicklung.

Am meisten wird nach wie vor in Bayern investiert (25 % aller Beteiligungen), gefolgt von Europa (13 %) und den USA (10 %) – die ohnehin wenigen Investments sind also zu einem erheblichen Teil auch noch im Ausland getätigt worden.
Um die Finanzierunglücke zu schließen, wird der Ruf nach Business Angels immer lauter. Zwar konstatieren die meisten Venture Capitalisten, dass Business Angels aufgrund ihrer unternehmerischen Erfahrung und ihrem Netzwerk einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung von Start-ups leisten können. Dennoch wurde im Durchschnitt nur etwa jedes sechste Erstinvestment gemeinsam abgeschlossen. (Mehr zum Verhältnis von VC-Gesellschaften und Business Angels in der Ausgabe vom 12. August).

Kleiner Lichtblick: Die Zahl der A-Runden, also der erstmaligen Finanzierung eines jungen Hightech-Unternehmens, ist im Vergleich zum Vorquartal von 6 auf 9 gestiegen. Erfreuliches auch bei den Exits: Die Unternehmensverkäufe erreichten im 2. Quartal ihren höchsten Stand seit drei Jahren. Insgesamt meldeten die 40 Panelteilnehmer 14 Beteiligungsverkäufe. Hinzu kommen 2 Anteilsverkäufe nach vorangegangenem Börsengang.

Besonders ermutigend: Die Zahl der Abschreibungen von Portfoliofirmen sank auf 3 – der niedrigste Wert seit das Panel vor sechs Jahren ins Leben gerufen wurde. VC-Experte Hoyer: „Die Konsolidierung der Portofolios hat nun endgültig ihren Abschluss gefunden. Wer es bis heute geschafft hat sollte sich auch in Zukunft behaupten können.“
Rund zwei Drittel aller Exits waren Verkäufe an Industrieunternehmen (Trade Sales). Neben Trade Sales waren nach langer Zeit auch erstmals wieder Verkäufe über die Börse möglich. Im Gegensatz zu früheren Zeiten werden die Anteile heute jedoch nicht schon zum Zeitpunkt des IPOs abgestoßen, sondern oftmals erst nach einer mehrmonatigen Halteperiode. Viele der jüngsten Börsengänge, wie beispielsweise der Biotechunternehmen Paion und TopoTarget, sind somit noch nicht in der Statistik erfasst.

Welche Technologien sind besonders gefragt? Gemessen an der Zahl der abgeschlossenen Beteiligungen liegen noch immer Biotech (23 %) und Software (21 %) vorn. Auf Basis des investierten Kapitals ist jedoch erstmal Elektrotechnik/Elektronik mit 19,6 Mio. € Spitzenreiter. ps

@ www.vc-panel.de

Das Venture Capital Panel ist eine gemeinsame Initiative der Münchener FHP Private Equity Consultants und der VDI nachrichten. 40 führende Wagnisfinanzierer berichten vierteljährlich über ihre Aktivitäten.






   


 
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