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Roland Manger ROLAND MANGER
Managing Partner
München
schreibt für
Financial Times Deutschland
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18.02.2008   Das mobile Internet ist endlich da …Wirklich !
 

Internet auf dem Handy war bisher nicht interessant – Apple, aber auch einige Startups ändern dies jetzt. Damit erschließen sich neue Möglichkeiten für Firmengründer.

Es ist wieder Ruhe eingekehrt in die Messehallen von Barcelona. Letzte Woche tummelte sich dort auf dem Mobile World Congress alles was Rang und Namen hat in der Mobilfunkbranche. Die heißesten Themen waren im Grunde eine Reaktion auf Entwicklungen des letzten Jahres: das iPhone und die Ankündigung von Google vom Sommer 2007, die Handyplattform Android in den Markt zu bringen.

Software- und InternetStartups aufgepasst: Jetzt wird das mobile Internet doch wahr.

Schon oft hat man diese Ankündigung gehört. Zwar haben viele Handys heute schon einen Internet-Browser, nur kaum einer benutzt ihn. Viel zu kompliziert ist es, überhaupt einen Internet-Zugang auf dem Telefon einzurichten oder den Browser zu starten und zu bedienen. Wenn man es trotzdem schafft, ist die Enttäuschung groß, wenn das Handy nicht einmal zehn Prozent der Internet-Erfahrung des großen PCs bietet.

Das iPhone sollte das ändern und die Apple-Werbung hat sich auch genau darauf konzentriert. Und es scheint zu funktionieren: Allein Google verzeichnet 50 mal mehr Besuche von iPhones als von herkömmlichen internetfähigen Handys. Das lässt auf dramatisch Veränderungen schliessen.

Apple hat die Latte hochgelegt, jetzt müssen sich alle Hersteller anstrengen und tun es auch wie man in Barcelona hören konnte. Das Thema Linux auf dem Telefon bekommt dadurch neuen Auftrieb. Man braucht ein leistungsfähiges Betriebssystem wie Linux, um sich der PC-Qualität anzunähern (und Apples OS X ist wie Linux ja auch nur eine Variante der UNIX-Familie).

Das mobile Linux hat schon einige frühe Protagonisten, darunter Google Android für High-End-Telefone und Purple Magic von Purple Labs (ein Earlybird-Portfolio-Unternehmen) und NXP Semiconductors für den weltweiten Massenmarkt.

Für Firmengründer im Bereich Software erschließen sich damit völlig neue Möglichkeiten. Endlich werden mobile Nutzer wirklich erreichbar und gleichzeitig entwickelt sich eine modellübergreifende Systemwelt, auf die ich mich als Softwareentwickler verlassen kann. Wir werden in Zukunft deutlich mehr Firmengründungen im Bereich mobiles Internet und mobile Software sehen.

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